Fotografie aus folgenden Themenbereichen

Portrait- Interieur- und Architekturfotografie

Eine Reise um die Welt. Die Botschaften und Botschafter in Bonn Sechs Monate lang habe ich in Bonn die Botschaften und Botschafter der Weltgemeinschaft fotografiert. Nicht nur aus fotografischer Sicht war dies eine vielseitige und spannende Aufgabe.

Meine spannende Weltreise führte durch insgesamt 28 Länder und vier Kontinente. Sie dauerte sechs erlebnisreiche Monate, in denen es viel erstaunliches zu entdecken gab. Ich betrachtete dieses Fotoprojekt von Anfang an als eine Art Abenteuerreise durch die Welt, obwohl mein fotografisches Wirken tagtäglich in ein und der selben Stadt, nämlich dem überschaubaren Bonn stattfinden sollte.

Schon bei meinen ersten Recherchen zum Thema erfuhr ich folgendes: Beim Betreten einer Botschaft befindet man sich auf exterritorialem Gebiet und ist somit automatisch auf dem Staatsgebiet des jeweiligen Sendestaates.

"Mit seinen Bildern spürt Löber kulturellen Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschieden nach. Seine nüchternen und dokumentatorischen Fotografien zeigen, ob und wie Räume und Ausstattung der jeweiligen Botschaft die Kultur und die politisch-gesellschaftliche Situation Ihres Herkunftslandes vorstellen oder ob sie sich einem international einheitlichen "Repräsentationsstandart" unterwerfen". (Aus Veröffentlichung Magazin "Photographie, Ausgabe 1 - 2, 2000) > zu den Fotos



Fotoreportage, Fotojournalismus

Leben am Paradies. Eine kritische Fotoreportage über das neue "freie" Südafrika. Nicht nur für Fotografen ist Südafrika ein wunderschönes Reiseland! Und nach dem offiziellem Ende der Apartheid 1994 gibt es auch keine ernsthaften Gründe mehr, das Land am Kap der guten Hoffnung als Urlaubsreiseziel zu meiden. Oder etwa doch?

Wer lebt eigentlich im und wer eben nur am "neuen Paradies Südafrika"? Über mehrere Monate hinweg habe ich Tourismustouren in und um Kapstadt mit meiner Kamera begleitet. Die vorrangige Frage bei meinen Tagestouren mit verschiedenenTourismusdienstleistern aus Kapstadt und Umgebung lautete: Wer profitiert eigentlich vom Tourismusboom, der - gerade nach dem Machtverlust des weißen Apartheidregimes 1994 - von Jahr zu Jahr zunimmt?

Tourismustouren klassisch: Tagestouren durch Stellenbosch, die märchenhafte Stadt der Weinfarmer. Südafrikas Rotweine sind weltweit gefragt. Die meisten Weinberge und Farmen des Landes liegen rund um das schöne liebevoll herausgeputzte Städtchen Stellenbosch, etwa 30 Fahrminuten von Kapstadt entfernt. Warum dieses Gebiet eine der gefragtesten Touristenattraktionen Südafrikas ist? Weil es einfach traumhaft ist, dort zu sein!

Mann fühlt sich pudelwohl inmitten malerischer kapholländischer Bauwerke, märchenhaft angelegter Weinfarmen. und beeindruckender Berglandschaften. Die Weinverkostung auf den vielfach angebotenen Weintouren darf als exellent. bezeichnet werden. Doch wie lebt und arbeitet die schwarze Bevölkerung in diesem idyllischen und von Touristen aus aller Welt besuchten Gebiet? Während der organisierten Tagestouren mit verschiedenen Tourismusverantaltern bekommt man davon schlichtweg nichts mit.

Das Elend fotografiert man abseits des Paradieses. Auch ein gutes Jahrzehnt nach dem offiziellen Ende der Apartheid lebt und arbeitet die mehrzahl der farbigen Bevölkerung Stellenboschs noch immer unter menschenunwürdigen Bedingungen auf den Weinarmen Ihrer weißen Herrscher.

Tourismustouren extraordinär? Organisierte Tagestouren durch die Townships rund um Kapstadt. Seit 1998 können Südafrika-Touristen auch einen Tagesbesuch in die Townships Goguletu und Langa in Ihre Reiserouten mit einplanen. Denn immer mehr - meist kleinere Tourveranstalter - bieten nun die "Townshiptours" an. Ob der Trip in die Elendsviertel von Kapstadt ein positiver Beitrag zur besseren Völkerverständigung ist oder eben - wie viele Kritiker meinen - eine (gefährliche) Fleischbeschauung durch die Windschutzscheibe eines Kleinbusses bleibt, wird vermutlich zu Beginn jeder Reisesaison aufs neue diskutiert.

Fotografie im Reportagestil / inszenierte Portraitfotografie Neben der klassischen "bewegten" Fotografie im Reportagestil, habe ich an verschiedenen Stellen meiner "Townshiptouren auch - im wahrsten Sinne des Wortes - Halt gemacht: inszenierte Portraitfotos der Townshipbewohner sollten meiner Bildreportage eine zweite und eben andersartige Ebene geben. > zu den Fotos



Klassische Portraitfotografie

Herrscher der Nacht. Die wichtigsten Türsteher zu Gast in meinem Portraitstudio. Die Szene der kölner Türsteher ist berühmt und berüchtigt. Doch wer sind eigentlich die Herren, die darüber bestimmen wer Kölns vermeintlichen Inn-Club Nr. 1 betreten darf und wer nicht?

Die Portraitserie in schwarz-weiß umfasst insgesamt 25 Fotografien im Format 50 x 60 cm (Baryt). Die Arbeit wurde im Jahr 2000 auf der Wuppertaler Jahresschau für Fotografie ausgestellt und mehrfach in Tageszeitungen veröffentlicht.

"Die Tür vermittelt zwischen Innen und Außen. Sie gibt uns die Möglichkeit, verschiedene Welten zu betreten. Nur alle Türen stehen uns selbstverständlich nicht offen. Und manche wollen wir auch selbst verschließen, um den Einfluss der Außenwelt kontrollieren zu können. In diesem Zusammenhang ist der Türsteher der Vermittler und Kontrolleur zwischen Innen und Außen, zwischen Gast und Gastgeber, der Herr über den Zutritt. Wer drin ist, ist drin!" (Aus dem Ausstellungsbuch anlässlich der Wuppertaler Jahresschau für Photographie 2000 im Von Der Heydt Museum Wuppertal.) > zu den Fotos



Architekturphotographie

Schüsseln zur Welt. Preisgekrönte Architekturfotos zum Thema Stadtlandschaften. Etwa ein Jahr lang habe ich mit meiner Mittelformatkamera Sat_Schüsseln an Hausfassaden fotografiert und mir selbst folgende Frage gestellt:Verschandeln oder verschönern Satellitenschüsseln unsere Städte- und Gebäudearchitektur? Während sich die Verkabelung der Republik unseren Blicken entzieht verweist uns ihre Verschüsselung umso deutlicher auf ein neues Zeitalter. Für den Empfang möglichst vieler, meist ausländischer Fernsehprogramme, setzte Mitte der 90er Jahre die unaufhaltsame "Invasion" der Satellitenschüsseln ein. Mittlerweile prägen die vielen silbrig-grauen Schüsseln das Bild zahlreicher Wohngegenden. Nicht jeder ist erfreut über den Anblick dieser futuristisch anmutenden Weltempfänger. Zerstören Satellitenschüsseln etwa unsere Städtearchitektur? Verschönern Sie nicht auch gleichzeitig die tristen Wohngegenden oder kargen Häuserwende mancher Vorstadtsiedlung? Und überhaupt: welchen Stellenwert kann unsere eigene, (wahrhaftige) Umwelt im Zeitalter des Multi-TV noch einnehmen?

Die Fotoarbeit "Schüsseln zur Welt" wurde 1998 mit dem Kodak Förderpreis für Photographie ausgezeichnet. Die Fotos wurden zu dem in Wuppertal, Köln und Hamburg ausgestellt und 1999 im Magazin Photonews veröffentlicht.> zu den Fotos